Virtueller Werkraum


18. Januar 2012 / Claudia Hildner

Erweiterung des Städel in Frankfurt am Main

Städel außenUm fast 3000 Quadratmeter sollte das Frankfurter Städel wachsen – als Erweiterungsfläche stand allerdings nur der rückwärtige Garten des Museums zur Verfügung. Das ortsansässige Büro Schneider und Schumacher gewann den Architektenwettbewerb mit einer unterirdischen Lösung, die den Garten als Freifläche erhält.

Mit dem unter der Erde gelegenen Bau vergrößert sich die Ausstellungsfläche des Städel auf etwa 8000 Quadratmeter, der Altbau bleibt dabei weitgehend unangetastet. Lediglich die Anbindung des Erweiterungsbaus an das zentrale Treppenhaus erforderte den Abbruch einiger weniger bestehender Bauteile.
Städel innen
Die teilweise gewölbte Decke der neuen unterirdischen Halle perforieren 195 kreisrunde Oberlichter, mit denen sich die Kunstwerke durchweg natürlich belichten lassen. Da die Oberseiten der Lichtaugen auch den neuen Garten prägen, mussten sie begehbar ausgebildet werden. Als Füllung wählten die Planer daher ein kalt gebogenes Spezialglas. 

Auf der Innenseite sitzt in den Randbereichen der Oberlichter ein Kranz aus LED in verschiedenen Lichtfarben. Sie sorgen dafür, dass die Ausstellungsräume rund um die Uhr optimal belichtet werden können. Bei starker Sonneneinstrahlung lassen sich die Oberlichter mit transluzenten Spezialmembranen abdunkeln oder mit lichtdichten Rollos verschließen.

 

Architekten: Schneider + Schumacher, Frankfurt am Main

Fotos: Jörg Hempel

 
 
 
 
Neuen Facebook Kommentar hinzufügen: