07. September 2012 / Sabine Schneider

Biennale-Splitter 9: Siza im Gartenhaus

Welche Erholung. Nach dem langen Spaziergang durch die düsteren Hallen des Arsenale gelangt man am Ende in einen lauschigen Garten. Nach all der Theorie, dem Geflimmer der Videos, langen Texten und kleinen Modellen endlich Praxis. Man steht vor einem Gartenhaus, gebaut von Álvaro Siza.

Er braucht dazu nur ein paar vorhandene Bäume, drei Mauern, die die Bäume zueinander in Beziehung setzen und etwas ziegelrote Farbe wie beim bröckelnden Putz am Nachbargebäude, und schon entsteht ein wohltemperiertes Raumgefüge mit Nischen, Durchgängen und Ausblicken – Architektur.

Er hat dieses Jahr den Goldenen Löwen der Biennale für sein Lebenswerk erhalten.

 
 
 
 
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