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Ruheräume

Sammlung Schack in München renoviert

Ruheräume
Es gibt umtriebige Museen, um die sich alle kümmern. Und verborgene Sammlungen, die man entdecken muss. Zu diesen unauffälligen Kunststationen zählt die Schack-Galerie an der Prinzregentenstraße, dort, wo es besonders laut und unwirtlich zugeht, wo kein Mensch zufällig vorbeispaziert.

Die ersten Pläne gehen auf Adolf von Hildebrand zurück, ausgeführt wurde das herrschaftliche Palais schließlich von Max Littmann. Es beherbergt die Kunsterwerbungen des Grafen Schack, der sich nach kurzem diplomatischem Dienst als Dichter, Historiker und Reiseliterat beschäftigte. Zu seiner Sammlung zeitgenössischer Werke gehören Spitzweg, Rottmann, Böcklin und Feuerbach. Nach seinem Tod 1894 gingen die Werke an Kaiser Wilhelm II., der dafür 1909 das Haus errichten ließ.

Jetzt wurde es aus seinem vergrauten Dasein aufgefrischt, es erhielt als wechselnden Hintergrund für die Gemälde schwer farbige Wände (wie man sie schon aus dem Lenbachhaus kennt), sie werden von plakativen Verszeilen der Romantik begleitet. Und dieses Nebeneinander beschwichtigt den Besucher, der einmal nicht von Jelinek und Handke verstört wird, sondern sich vom Geist des 19. Jahrhunderts umfangen lässt.

Eine kontemplative Sonntags-Empfehlung bei schlechtem Wetter zwischen Hochamt und Schweinsbraten! BCH



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